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Der Guardian

Überwache deine Plattform und verteidige sie gegen Content-Diebstahl und Account Sharing.

Verfasst von Christoph Gimpl

Wofür ist der Guardian?

Mit dem Guardian kannst du verdächtige Aktivitäten deiner Mitglieder erkennen und deine LearningSuite vor Account-Sharing und Content-Diebstahl schützen.

Der Guardian überwacht automatisch verschiedene Aktivitäten und informiert dich, sobald ein Mitglied auffälliges Verhalten zeigt. Je nach deinen Einstellungen kann er auch automatisch Maßnahmen ergreifen.

So behältst du die Kontrolle über deine Plattform und kannst entscheiden, wie mit verdächtigen Mitgliedern umgegangen werden soll.

Wie erkennt er verdächtige Nutzer?

Der Guardian prüft laufend, wie deine Mitglieder die Plattform nutzen, und achtet dabei auf zwei Arten von Auffälligkeiten: Account-Sharing und Content-Diebstahl.

Account-Sharing

Der Guardian zählt, auf wie vielen Geräten ein Mitglied gleichzeitig angemeldet ist.

Überschreitet ein Mitglied das Geräte-Limit, das du festgelegt hast, kann das darauf hindeuten, dass mehrere Personen denselben Account nutzen. Was in diesem Fall passiert, legst du bei der Einrichtung fest.

Content-Diebstahl

Um zu erkennen, ob Inhalte automatisiert ausgelesen oder heruntergeladen werden, achtet der Guardian auf mehrere Signale, zum Beispiel:

  • Ungewöhnlich viele Anfragen innerhalb einer Minute

  • Sehr viele Seitenaufrufe innerhalb weniger Minuten

  • Auffällig viele Kurse in kurzer Zeit

  • Abruf von Transkripten, ohne dass das zugehörige Video abgespielt wurde

  • Video-Abrufe außerhalb deiner Plattform, etwa durch Download-Erweiterungen

  • Auffällige Browser-Kennungen, wie sie Bots und Skripte verwenden

Zusätzlich gibt es auf bestimmten Seiten einen versteckten Export, den sogenannten Honeypot. Er ist für Menschen nicht sichtbar und kann daher von einem normalen User nie aufgerufen werden. Wird dieser Export abgerufen, ist das ein eindeutiger Hinweis darauf, dass ein Bot oder ein KI-Tool die Seite ausliest.

Die Schweregrade

Jede erkannte Auffälligkeit bekommt einen von drei Schweregraden. Danach richtet sich, wie der Guardian automatisch reagiert.

  • Niedrig: Einzelne, schwache Signale, zum Beispiel viele Kurse in kurzer Zeit. Oft harmlos, etwa wenn ein Mitglied vor einer Prüfung alles wiederholt.

  • Mittel: Ein deutliches Muster, zum Beispiel zu viele Anfragen pro Minute oder Transkripte ohne Video-Wiedergabe. Kann auf Content-Diebstahl hindeuten.

  • Hoch: Eindeutige Hinweise, zum Beispiel ein Bot-Programm oder der versteckte Export. Ein klares Zeichen für automatisierten Zugriff.

Treten an einem Tag mehrere mittlere Auffälligkeiten auf, wertet der Guardian sie gemeinsam als hohe Auffälligkeit.

Wie der Guardian auf jeden Schweregrad reagieren soll, legst du bei der Einrichtung fest.


Guardian einrichten

Wenn du den Guardian zum ersten Mal öffnest, wirst du durch die Einrichtung geführt.

Hier kannst du festlegen, welche Aktivitäten überwacht werden sollen und wie der Guardian auf Auffälligkeiten reagieren soll.


1. Account-Sharing: Geräte-Limit festlegen

Im ersten Schritt kannst du festlegen, auf wie vielen Geräten ein Mitglied gleichzeitig angemeldet sein darf.

Außerdem kannst du entscheiden, was passiert, wenn dieses Limit erreicht oder überschritten wird.

Dafür stehen dir drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Anmeldung trotzdem erlauben: Das Mitglied kann sich weiterhin anmelden. Du wirst im Guardian über die Auffälligkeit informiert.

  • Altes Gerät muss abgemeldet werden: Das Mitglied muss zuerst eines seiner bereits angemeldeten Geräte abmelden, bevor es ein neues Gerät verwenden kann.

  • Gerätewechsel begrenzen: Du kannst die Anzahl der Gerätewechsel pro rollierendem Jahr begrenzen. Sobald dieses Limit erreicht ist, kann sich das Mitglied nicht mehr mit neuen Geräten anmelden.

2. Content-Diebstahl: Automatische Reaktionen

Hier legst du fest, wie der Guardian auf verdächtige Aktivitäten reagieren soll.

Je nach Schwere der Auffälligkeit kannst du unterschiedliche Maßnahmen festlegen.

Für jeden der drei Schweregrade (siehe oben) stehen dir vier Optionen zur Verfügung:

  • Ignorieren: Die Aktivität wird im Verlauf gespeichert, aber nicht als Verdachtsfall markiert.

  • Verdachtsfall: Die Aktivität wird als Verdachtsfall markiert. Deine Team-Mitglieder können den Fall im Guardian einsehen und überprüfen.

  • In Quarantäne bis Klarstellung: Das Mitglied wird vorübergehend in Quarantäne gesetzt und muss erklären, warum es zu der Auffälligkeit gekommen ist. Sobald die Klarstellung abgegeben wurde, kann es LearningSuite wieder nutzen.

  • In Quarantäne bis Prüfung: Das Mitglied wird in Quarantäne gesetzt und kann LearningSuite erst wieder nutzen, nachdem ein Team-Mitglied den Fall überprüft und freigegeben hat.

3. Nachrichten-Vorlagen

Unter „Nachrichten-Vorlagen“ kannst du festlegen, welche Nachrichten deine Mitglieder automatisch erhalten.

Diese Nachrichten werden beispielsweise angezeigt, wenn ein Mitglied eine Klarstellung abgeben muss oder gesperrt wird.

Du kannst die Vorlagen jederzeit bearbeiten und die Nachricht auch direkt vor einer Klarstellungs-Anforderung oder Sperrung individuell anpassen.

4. Für wen ist der Guardian aktiv?

Hier kannst du festlegen, welche Mitglieder vom Guardian überwacht werden sollen.

Du hast auch die Möglichkeit, die Überwachung auf bestimmte Gruppen oder Bundles zu beschränken.

So kannst du selbst entscheiden, für welche Mitglieder die Schutzmaßnahmen gelten sollen.

5. Zusammenfassung

Im letzten Schritt erhältst du eine Übersicht über deine gewählten Einstellungen.

Hier kannst du deine Konfiguration noch einmal überprüfen, bevor du den Guardian aktivierst.


Das Guardian-Dashboard

Im Guardian-Dashboard erhältst du eine Übersicht über alle aktuellen Auffälligkeiten auf deiner Plattform.

Du siehst auf einen Blick, welche Mitglieder sich aktuell in Quarantäne befinden und welche neuen Verdachtsfälle erkannt wurden.

Zusätzlich findest du im unteren Bereich unter „Letzte Aktionen“, was dein Team zuletzt im Guardian gemacht hat, zum Beispiel wer einen Fall geklärt, ein Mitglied freigeschaltet oder eine Notiz hinterlassen hat. So bleibt ihr auch bei mehreren Team-Mitgliedern auf dem gleichen Stand.


Quarantäne und Verdachtsfälle

Der Guardian unterscheidet zwischen Verdachtsfällen und Mitgliedern in Quarantäne.

Quarantäne

In Quarantäne befinden sich Mitglieder, die LearningSuite vorübergehend nicht normal nutzen können, bis ihr Fall geklärt ist.

Ein Mitglied kommt auf zwei Wegen in die Quarantäne:

  • Automatisch: Der Guardian schickt ein Mitglied je nach Schweregrad der Auffälligkeit automatisch in die Quarantäne, wenn du dies zuvor in den Einstellungen konfiguriert hast.

  • Manuell: Ein Team-Mitglied fordert in einem Verdachtsfall eine Klarstellung an.

Wenn das Mitglied in Quarantäne geschickt wird, muss es eine Klarstellung abgeben und erklären, wie es zu der Auffälligkeit gekommen ist. Je nach Einstellung ist das Mitglied danach sofort wieder freigeschaltet oder muss warten, bis ein Team-Mitglied die Klarstellung geprüft und freigegeben hat.

Verdachtsfälle

Hier werden Mitglieder angezeigt, bei denen verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden.

Deine Team-Mitglieder können diese Fälle überprüfen und entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.


Fall-Behandlung

Wenn du einen Verdachtsfall oder ein Mitglied in Quarantäne öffnest, erhältst du eine detaillierte Übersicht über das betroffene Mitglied.

Die Übersicht ist in drei Bereiche aufgeteilt:

  • Verlauf: Eine Zeitleiste mit allem, was in diesem Fall passiert ist: die erkannten Auffälligkeiten, die Aktionen deiner Team-Mitglieder (zum Beispiel Anrufe, Notizen oder Klarstellungs-Anforderungen) und die Antworten des Mitglieds.

  • Auffälligkeiten: Alle verdächtigen Aktivitäten, die der Guardian bei diesem Mitglied erkannt hat, mit Schweregrad und Details, etwa wie viele Anfragen es waren oder welcher Browser verwendet wurde.

  • Geräte: Die Geräte, auf denen das Mitglied aktuell angemeldet ist, und wie viele Gerätewechsel ihm noch bleiben. Hier kannst du einzelne Geräte abmelden oder dem Mitglied zusätzliche Gerätewechsel gewähren.

So hast du alle wichtigen Informationen an einem Ort und kannst den Fall besser beurteilen.


Welche Aktionen kannst du durchführen?

Als Team-Mitglied stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um einen Fall zu bearbeiten.

Fall ignorieren

Du kannst eine Auffälligkeit ignorieren, wenn du sie als unbedenklich einschätzt.

Der aktuelle Fall wird dadurch abgeschlossen. Sollte das Mitglied erneut auffällig werden, erscheint es wieder im Guardian.

Anruf protokollieren

Wenn du mit dem betroffenen Mitglied telefoniert hast, kannst du den Anruf dokumentieren.

So können auch andere Team-Mitglieder nachvollziehen, was besprochen wurde.

Interne Notiz hinterlassen

Du kannst interne Notizen im Fall-Verlauf hinterlassen.

Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Team-Mitglieder gemeinsam Fälle bearbeiten und wichtige Informationen festhalten möchten.

Guardian deaktivieren

Mit dieser Option kannst du die Überwachung für ein bestimmtes Mitglied deaktivieren.

Das ist beispielsweise bei Test-Accounts oder vertrauten Personen sinnvoll.

Mitglieder, für die der Guardian deaktiviert wurde, findest du anschließend unter dem Reiter „Whitelist“.

Mitglied sperren

Wenn du feststellst, dass ein Mitglied gegen deine Regeln verstößt, kannst du es sperren.

Du entscheidest dabei, ob die Sperre dauerhaft gilt oder bis zu einem bestimmten Datum. Bei einer befristeten Sperre wird das Mitglied nach Ablauf automatisch wieder freigeschaltet.

Das Mitglied erhält dabei eine Nachricht, in der du den Grund für die Sperrung erklären kannst.

Klarstellungen überprüfen und Mitglieder freischalten

Wenn ein Mitglied automatisch in Quarantäne gesetzt wird, muss es eine Klarstellung abgeben.

In dieser Klarstellung kann das Mitglied erklären, warum es zu den verdächtigen Aktivitäten gekommen ist.

Sobald eine Klarstellung vorliegt, stehen dir als Team-Mitglied zusätzliche Aktionen zur Verfügung:

  • Erneute Klarstellung anfordern: Wenn die Erklärung nicht ausreichend ist, kannst du das Mitglied auffordern, weitere Informationen anzugeben.

  • Mitglied freischalten: Wenn der Fall für dich geklärt ist, kannst du das Mitglied wieder freischalten.

Beim Freischalten hast du zusätzlich die Möglichkeit, eine Bestätigung vom Mitglied zu verlangen.

So kannst du sicherstellen, dass das Mitglied bestimmte Hinweise oder Bedingungen bestätigt, bevor es die Plattform wieder normal nutzen kann.


Geklärte Fälle

Unter „Geklärt“ findest du alle abgeschlossenen Fälle: Fälle, die du ignoriert hast, und Mitglieder, deren Klarstellung akzeptiert wurde.

Zu jedem Fall siehst du, wann und von wem er abgeschlossen wurde, sowie die interne Notiz dazu. Wurde ein Mitglied mit einer Nachricht freigeschaltet, erkennst du außerdem, ob es die Nachricht bereits bestätigt hat.

Du kannst einen geklärten Fall jederzeit wieder öffnen, wenn sich neue Hinweise ergeben, und das Mitglied bei Bedarf doch noch sperren.


Gesperrte Nutzer

Unter „Gesperrte Nutzer“ findest du alle Mitglieder, die ein Team-Mitglied gesperrt hat.

Du siehst, seit wann die Sperre besteht, bis wann sie gilt (bei befristeten Sperren) und welche Auffälligkeit zuletzt erkannt wurde.

Über „Entsperren“ hebst du die Sperre wieder auf. Das Mitglied erhält dann den gleichen Zugang wie vor der Sperre.


Whitelist

Unter dem Reiter „Whitelist“ findest du alle Mitglieder, für die der Guardian deaktiviert wurde.

Diese Mitglieder werden nicht mehr vom Guardian überwacht.

Das ist besonders praktisch für Test-Accounts oder Mitglieder, die du bewusst von der Überwachung ausschließen möchtest.

Du kannst den Guardian für jedes Mitglied auf der Whitelist jederzeit wieder aktivieren und siehst, was die letzte Auffälligkeit vor der Whitelist war.


Weitere Einstellungen

Neben den Einstellungen, die du bei der ersten Einrichtung festlegst, stehen dir noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung.

Freischaltungs-Vorlagen

Unter „Freischaltungs-Vorlagen“ kannst du Nachrichten vorbereiten, die du beim Freischalten von Mitgliedern verwenden möchtest.

Diese Vorlagen kannst du direkt bei der Freischaltung auswählen.

So musst du nicht jedes Mal eine neue Nachricht schreiben und kannst sicherstellen, dass deine Mitglieder einheitliche Informationen erhalten.

Hinweis-Pop-up für Mitglieder

Du kannst deinen Mitgliedern ein Hinweis-Pop-up anzeigen lassen, das sie darüber informiert, dass ihre Aktivitäten auf der Plattform überprüft werden.

Damit kannst du transparent kommunizieren, dass du Maßnahmen zum Schutz deiner Inhalte einsetzt.


Solltest du noch Fragen haben, zögere bitte nicht, dich an unser Support-Team im HelpCenter unten links zu wenden. Wir antworten in der Regel innerhalb von 5 Minuten an Werktagen von 09:00 bis 17:00 Uhr.

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